Niedrigschwellige Integration durch kulturelle und ästhetische Bildung

 

Culture Academy e. V. 

15. & 16. Juli 2019 | Bildungsveranstaltung
Fördersumme: 2000€

 

Beschreibung entsprechend Antrag

Wir möchten mit zwei Schulungstagen die Herausforderungen der niedrigschwelligen Integration in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit sichtbar und durch die Weitergabe von geeigneten Tools handhabbarer machen. Die Schulungen sind für die strukturelle Entwicklung der Culture Academy notwendig, insofern wir die Arbeit mit Migrant*innen im Begegnungsraum Bewegung und Kultur intensivieren möchten. Um künftige Projektarbeit mit kompetenten Personalien gezielter angehen zu können, soll in Theorie und Praxisbeispielen der interkulturelle Umgang geschult und ein Raum für Reflexion geöffnet werden.

Um dem Bedarf anderer Vereine nachzukommen und gleichzeitig für einen niedrigschwelligen interkulturellen Integrationsansatz zu werben, sollen die Veranstaltungen offen und als Bildungsurlaub gestaltet werden. Wir möchten uns mit dem Angebot an Träger relevante der Kinder- und Jugendhilfe weitere Vereine richten, die in diesem Feld tätig sind.

 

Sachbericht

Im Lehrgang wurden die interkulturellen Kompetenzen der Teilnehmer durch Vorträge in Theorie und Methodenlehre, interaktive (Rollen‐)Spiele, praktische Übungen sowie Reflexionseinheiten geschult. Ausgehend von der Aufarbeitung eigener Prägung im Umgang mit Fremdheit wurde sowohl eine biografische als auch arbeitsspezifische Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt.

In einem Vortrag wurde hierfür schrittweise eine theoretische Rahmung durch die Aufarbeitung der Themen »Globalisierung«, »kulturelle Hybridisierung«, »Migration kultureller Praktiken« und »kulturelle Bildung mit ›fremden‹ Ressourcen« geliefert. Mit einem anderen Vortrag und in teilnehmenden Übungen wurden Praxisbeispiele aus der Arbeit mit kultureller Bildung in den verschiedenen Altersgruppen vermittelt. Es wurde deutlich gemacht, dass kulturelle Praktiken durch eine geeignete Rahmung einen Erfahrungs‐ und Begegnungsraum aufmachen können, um den Umgang mit Fremdheit explizit sowie implizit in Gruppen zu bearbeiten.

Durch die gemeinsamen spielerischen Übungen wurde das Thema weiter vertieft und »spürbar« gemacht. In den zugehörigen Reflexionsrunden hatten die Teilnehmer die Gelegenheit im Austausch mit anderen, ihre Erfahrungen mit Fremdheit zu thematisieren und ggf. Lösungsansätze für den eigenen Umgang sowie weitere geeignete pädagogische Ansätze auszutauschen.